Aufschlag-vs.-Marge-Rechner

Dieser Rechner stellt Aufschlag und Marge für dieselben Kosten- und Verkaufspreisdaten direkt gegenüber. Beide Kennzahlen beschreiben denselben absoluten Gewinnbetrag, verwenden jedoch unterschiedliche Bezugsgrößen: Der Aufschlag teilt durch die Kosten, die Marge durch den Verkaufspreis. Dadurch sind die Prozentwerte nicht austauschbar. Das Werkzeug eignet sich besonders für Preiskalkulation, Angebotskontrolle und die schnelle Prüfung, ob intern genannte Prozentziele tatsächlich dieselbe Kennzahl meinen.

Kosten und Verkaufspreis

Ergebnis
Gewinnmarge
Aufschlag auf Kosten
Gewinn je Stück
Kostenanteil am Preis

1. Kosten je Einheit eintragen

Verwenden Sie eine klar definierte Kostenbasis pro Stück.

2. Verkaufspreis ergänzen

Geben Sie den Preis ein, zu dem dieselbe Einheit verkauft wird.

3. Marge ablesen

Die Hauptanzeige setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Verkaufspreis.

4. Aufschlag vergleichen

Die zweite Prozentzahl setzt denselben Gewinn stattdessen ins Verhältnis zu den Kosten.

Die zentrale Berechnung lautet:

Marge = (Preis − Kosten) / Preis × 100; Aufschlag = (Preis − Kosten) / Kosten × 100

Dabei gilt:

  • Kosten – Kosten je Einheit in Euro.
  • Preis – Verkaufspreis je Einheit in Euro.
  • Preis − Kosten – Absoluter Gewinn beziehungsweise Deckungsbeitrag je Einheit auf dieser vereinfachten Basis.

Für den Aufschlag müssen die Kosten größer als null sein; für die Marge muss der Verkaufspreis größer als null sein. Beide Kennzahlen können negativ werden, wenn unter Kosten verkauft wird.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Hauptanzeige zeigt die Marge, während der Aufschlag daneben steht. So wird sichtbar, wie stark sich die Prozentwerte trotz identischer Kosten und Preise unterscheiden.

Verwenden Sie in Preislisten und Berichten eindeutige Begriffe, damit Aufschlag und Marge nicht verwechselt werden.

Gegeben

  • Stückkosten: 60 €
  • Verkaufspreis: 90 €

Berechnung

  1. Gewinn je Stück: 90 € − 60 € = 30 €
  2. Marge: 30 € / 90 € × 100 = 33,33 %
  3. Aufschlag: 30 € / 60 € × 100 = 50,00 %

Ergebnis

Die Marge beträgt 33,33 %, der Aufschlag 50,00 %.

Interpretation: Obwohl beide Werte aus demselben Gewinn von 30 € stammen, unterscheiden sie sich wegen der unterschiedlichen Bezugsgröße.

Warum ist der Aufschlag höher als die Marge?

Bei positiven Kosten und Gewinn wird der Aufschlag durch die niedrigere Kostenbasis geteilt, die Marge durch den höheren Verkaufspreis. Deshalb ist der Aufschlagsprozentsatz typischerweise größer.

Wie wird aus 50 % Aufschlag die Marge?

Bei 50 % Aufschlag kostet ein Produkt beispielsweise 60 € und wird für 90 € verkauft. Der Gewinn von 30 € entspricht dann 33,33 % des Verkaufspreises.

Kann die Marge über 100 % liegen?

Bei positiven Verkaufspreisen und nichtnegativen Kosten liegt die vereinfachte Marge höchstens bei 100 %. Ein Aufschlag kann dagegen deutlich über 100 % liegen.

Was passiert bei Verkauf unter Einstandskosten?

Der Gewinn wird negativ. Entsprechend werden sowohl Marge als auch Aufschlag negativ dargestellt.

Welche Kennzahl sollte ich für Preisziele verwenden?

Das hängt von Ihrer internen Steuerung ab. Wichtig ist, klar zu benennen, ob sich der Prozentsatz auf Kosten oder Verkaufspreis bezieht, damit Preisziele nicht verwechselt werden.