Preisrechner

Der Preisrechner leitet aus Stückkosten und gewünschter Gewinnmarge einen erforderlichen Verkaufspreis ab. Anders als ein einfacher Aufschlag bezieht sich die Zielmarge auf den späteren Verkaufspreis: Bei 30 % Zielmarge sollen 30 % des Verkaufspreises nach den eingegebenen Stückkosten verbleiben. Der Rechner ist nützlich für erste Preis-Szenarien, ersetzt aber keine vollständige Kalkulation von Steuern, Zahlungsgebühren, Rabatten oder Gemeinkosten, sofern diese nicht bereits in den Stückkosten enthalten sind.

Preiskalkulation

%
Stk.
Ergebnis
Erforderlicher Verkaufspreis je Stück
Deckungsbeitrag je Stück
Entsprechender Aufschlag
Umsatz bei Menge

1. Stückkosten zusammenstellen

Erfassen Sie alle Kosten je Einheit, die der Preis mindestens decken soll.

2. Zielmarge eingeben

Geben Sie die gewünschte Marge bezogen auf den späteren Verkaufspreis ein.

3. Menge ergänzen

Nutzen Sie die Menge, um den möglichen Gesamtumsatz hochzurechnen.

4. Preis und Aufschlag prüfen

Vergleichen Sie den berechneten Verkaufspreis mit dem daraus entstehenden Kostenaufschlag.

Die zentrale Berechnung lautet:

Verkaufspreis = Stückkosten / (1 − Zielmarge)

Dabei gilt:

  • Stückkosten – Kosten pro Einheit in Euro.
  • Zielmarge – Gewünschter Anteil des Verkaufspreises, der nach den angesetzten Stückkosten verbleibt; als Dezimalzahl.
  • Menge – Optional für die Hochrechnung des Gesamtumsatzes.

Eine Zielmarge von 100 % ist bei positiven Kosten mathematisch nicht möglich. Nicht berücksichtigte Kosten sollten vor der Berechnung in die Stückkosten aufgenommen oder separat geprüft werden.

Was das Ergebnis bedeutet

Der berechnete Verkaufspreis ist der Preis, bei dem die gewählte Marge auf Basis der eingegebenen Stückkosten erreicht wird. Der angezeigte Aufschlag zeigt die entsprechende Kostenperspektive.

Prüfen Sie zusätzlich Steuern, Gebühren, Rabatte, Retouren und weitere Kostenbestandteile.

Gegeben

  • Stückkosten: 40 €
  • Zielmarge: 30 %
  • Menge: 100 Stück

Berechnung

  1. Verkaufspreis: 40 € / (1 − 0,30) = 57,142857 €
  2. Deckungsbeitrag je Stück: 57,142857 € − 40 € = 17,142857 €
  3. Umsatz bei 100 Stück: 57,142857 € × 100 = 5.714,29 €

Ergebnis

Der erforderliche Verkaufspreis beträgt rund 57,14 € je Stück.

Interpretation: Bei diesem Preis entsprechen 17,14 € je Stück einer Marge von 30 % auf den Verkaufspreis.

Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?

Die Marge wird auf den Verkaufspreis bezogen, der Aufschlag auf die Kosten. Deshalb führen 30 % Marge und 30 % Aufschlag nicht zum selben Preis.

Soll ich die Mehrwertsteuer in die Stückkosten einrechnen?

Das hängt davon ab, ob Sie mit Netto- oder Bruttopreisen kalkulieren. Verwenden Sie durchgehend dieselbe Basis und berücksichtigen Sie steuerliche Anforderungen separat.

Warum kann ich keine Marge von 100 % eingeben?

Bei positiven Stückkosten würde die Formel durch null teilen. Eine Marge von 100 % bedeutet, dass keinerlei Kostenanteil im Verkaufspreis enthalten wäre, was mit positiven Kosten nicht möglich ist.

Kann ich Rabatte berücksichtigen?

Ja, aber indirekt: Wenn ein geplanter Rabatt den tatsächlich erzielten Preis senkt, sollte der Listenpreis so gewählt werden, dass die Zielmarge auch nach dem Rabatt noch erreicht wird.

Ist der berechnete Preis automatisch marktgerecht?

Nein. Die Kalkulation zeigt einen kostenbasierten Mindestpreis für die gewählte Marge, nicht die Zahlungsbereitschaft des Marktes oder Preise von Wettbewerbern.