Break-even-Rechner für den Einzelhandel

Der Break-even-Rechner für den Einzelhandel zeigt, wie viele Einheiten verkauft werden müssen, damit der Deckungsbeitrag die fixen Kosten vollständig abdeckt. Er eignet sich für Filialen, Pop-up-Stores und andere Handelsbetriebe, die Preis, Stückkosten und monatliche Fixkosten gemeinsam beurteilen möchten.

Das Ergebnis ist besonders nützlich bei Preisentscheidungen, Sortimentsplanung und Verkaufszielen. Liegt der Verkaufspreis nicht über den variablen Kosten je Einheit, kann mit diesem Modell kein Break-even erreicht werden.

Kosten und Verkaufspreis

Ergebnis
erforderliche Einheiten bis zum Break-even
Deckungsbeitrag je Einheit
Break-even-Umsatz
Deckungsbeitragsquote

1. Fixkosten erfassen

Geben Sie die Fixkosten der betrachteten Periode ein, etwa Miete, feste Gehälter und Grundgebühren.

2. Verkaufspreis eintragen

Verwenden Sie den durchschnittlichen Netto-Verkaufspreis je Einheit, wenn auch die Kosten netto erfasst werden.

3. Variable Stückkosten angeben

Erfassen Sie Kosten, die mit jeder zusätzlich verkauften Einheit entstehen, zum Beispiel Einkauf oder Verpackung.

4. Ergebnis einordnen

Der Rechner zeigt die nötige Stückzahl sowie den dazugehörigen Umsatz. Für ein Verkaufsziel wird die Stückzahl auf volle Einheiten aufgerundet.

Deckungsbeitrag je Einheit = Verkaufspreis − variable Kosten
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag je Einheit
Break-even-Umsatz = Break-even-Menge × Verkaufspreis

Alle Werte müssen sich auf dieselbe Periode und dieselbe Preisbasis beziehen.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Break-even-Menge ist die Mindestzahl an verkauften Einheiten, bei der das operative Ergebnis in diesem vereinfachten Modell null erreicht.

Steuern, saisonale Änderungen, Preisstaffeln und Mischkalkulationen sind nicht automatisch berücksichtigt.

Gegeben: Fixkosten 12.000 €, Verkaufspreis 45 €, variable Kosten 27 € je Einheit.

Berechnung: Deckungsbeitrag = 45 € − 27 € = 18 €. Break-even-Menge = 12.000 € ÷ 18 € = 666,67, also 667 Einheiten. Break-even-Umsatz ≈ 667 × 45 € = 30.015 €.

Ergebnis: Ab rund 667 verkauften Einheiten sind die angegebenen Kosten gedeckt.

Warum wird die Break-even-Menge aufgerundet?

Teilbare Stückzahlen sind im Einzelhandel meist nicht möglich. Deshalb ist die nächste volle Einheit das praktisch erreichbare Mindestziel.

Soll ich Netto- oder Bruttopreise verwenden?

Verwenden Sie eine einheitliche Basis. Für betriebliche Kalkulationen sind Nettowerte meist sinnvoller, sofern Vorsteuer und Umsatzsteuer getrennt behandelt werden.

Was passiert, wenn die variablen Kosten höher als der Preis sind?

Dann ist der Deckungsbeitrag null oder negativ. Mit jedem zusätzlichen Verkauf verbessert sich die Kostendeckung nicht, sodass dieses Modell keinen Break-even liefert.

Kann ich mehrere Produkte gemeinsam berechnen?

Nur mit einem belastbaren durchschnittlichen Verkaufspreis und durchschnittlichen variablen Kosten. Bei stark unterschiedlichen Margen ist eine getrennte Betrachtung genauer.

Ist Break-even gleich Gewinnziel?

Nein. Beim Break-even ist der Gewinn null; ein Gewinnziel erfordert zusätzlich einen gewünschten Gewinnbetrag, der zu den zu deckenden Fixkosten addiert wird.