Aufschlagsrechner für den Einzelhandel

Der Aufschlagsrechner vergleicht Einstandskosten und Verkaufspreis einer Ware und berechnet daraus den prozentualen Aufschlag sowie die Verkaufsmarge. Damit lässt sich schnell erkennen, wie stark ein Artikel gegenüber seinen Kosten bepreist ist und welcher Anteil des Verkaufspreises vor weiteren Kosten als Spanne verbleibt.

Aufschlag und Marge werden häufig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Bezugsgrößen haben. Dieser Rechner zeigt beide Kennzahlen parallel und macht den Unterschied unmittelbar sichtbar.

Einstandskosten und Verkaufspreis

Ergebnis
Handelsaufschlag
Marge
Spanne je Einheit
Kostenanteil am Preis

1. Einstandskosten eingeben

Nutzen Sie den Kostenwert je Einheit auf derselben Netto- oder Bruttobasis wie den Verkaufspreis.

2. Verkaufspreis erfassen

Tragen Sie den tatsächlich angesetzten Preis vor weiteren nachgelagerten Kosten ein.

3. Aufschlag ablesen

Der Hauptwert zeigt, um wie viel Prozent der Verkaufspreis über den Einstandskosten liegt.

4. Marge vergleichen

Die zusätzliche Margenanzeige zeigt die Spanne als Anteil des Verkaufspreises.

Aufschlag (%) = (Verkaufspreis − Kosten) ÷ Kosten × 100
Marge (%) = (Verkaufspreis − Kosten) ÷ Verkaufspreis × 100

Beide Kennzahlen verwenden dieselbe absolute Spanne, aber unterschiedliche Bezugsgrößen.

Was das Ergebnis bedeutet

Ein höherer Aufschlag bedeutet, dass der Verkaufspreis stärker über den Einstandskosten liegt. Die Marge ist stets auf den Verkaufspreis bezogen.

Die Spanne ist nicht automatisch gleich dem Unternehmensgewinn, weil weitere fixe und variable Kosten fehlen können.

Gegeben: Einstandskosten 32 €, Netto-Verkaufspreis 50 €.

Berechnung: Spanne = 50 € − 32 € = 18 €. Aufschlag = 18 € ÷ 32 € × 100 = 56,25 %. Marge = 18 € ÷ 50 € × 100 = 36 %.

Ergebnis: Der Artikel hat 56,25 % Aufschlag auf die Kosten und 36 % Marge auf den Verkaufspreis.

Kann ein Aufschlag über 100 % liegen?

Ja. Wenn der Verkaufspreis mehr als doppelt so hoch wie die Kosten ist, liegt der Aufschlag über 100 %.

Kann die Marge ebenfalls über 100 % liegen?

Bei positiven Kosten und einem positiven Verkaufspreis normalerweise nicht. Eine Marge von 100 % würde bedeuten, dass keine Kosten vorhanden sind.

Welche Preisbasis sollte ich verwenden?

Kosten und Verkaufspreis müssen vergleichbar sein, zum Beispiel beide netto. Eine Mischung aus Netto- und Bruttowerten verfälscht das Ergebnis.

Was bedeutet ein negativer Wert?

Liegt der Verkaufspreis unter den Kosten, sind Spanne, Aufschlag und Marge negativ. Der einzelne Verkauf deckt dann nicht einmal die eingegebenen Stückkosten.

Wofür ist die Marge hilfreicher als der Aufschlag?

Die Marge eignet sich oft besser, wenn Ergebnisse als Anteil des Umsatzes betrachtet werden. Der Aufschlag ist dagegen praktisch, wenn Preise direkt von Kosten aus kalkuliert werden.