Preisrechner für den Einzelhandel

Dieser Preisrechner leitet aus den Stückkosten und einer gewünschten Bruttomarge einen passenden Netto-Verkaufspreis ab. Optional kann daraus mit einem Umsatzsteuersatz direkt ein Bruttopreis für Endkundinnen und Endkunden berechnet werden.

Die Berechnung hilft bei einer konsistenten Preisuntergrenze, ersetzt aber keine Markt- oder Wettbewerbsanalyse. Rabatte, Zahlungsgebühren und weitere variable Kosten sollten bereits in den Stückkosten enthalten sein, wenn sie durch den Preis gedeckt werden sollen.

Kosten, Zielmarge und Steuer

%
%
Ergebnis
empfohlener Bruttopreis
Netto-Verkaufspreis
Gewinnspanne je Einheit
Aufschlag auf Kosten

1. Stückkosten festlegen

Tragen Sie die Kosten je verkaufter Einheit ein. Nutzen Sie möglichst alle unmittelbar zurechenbaren Kosten.

2. Zielmarge wählen

Die Marge bezieht sich hier auf den Anteil des Gewinns am Netto-Verkaufspreis, nicht auf einen Kostenaufschlag.

3. Umsatzsteuer ergänzen

Geben Sie den für Ihren Fall passenden Steuersatz ein. Bei 0 % entspricht der Bruttopreis dem Nettopreis.

4. Preis prüfen

Vergleichen Sie den berechneten Preis anschließend mit Markt, Positionierung und realistisch erzielbaren Rabatten.

Netto-Verkaufspreis = Stückkosten ÷ (1 − Zielmarge)
Bruttopreis = Netto-Verkaufspreis × (1 + Umsatzsteuersatz)

Marge und Umsatzsteuersatz werden in der Formel als Dezimalwerte verwendet, also zum Beispiel 40 % = 0,40.

Was das Ergebnis bedeutet

Der ausgegebene Bruttopreis ist der Preis, der bei den angegebenen Stückkosten die gewünschte Netto-Marge erreicht und anschließend um die angegebene Umsatzsteuer erhöht wird.

Ob ein konkreter Umsatzsteuersatz anwendbar ist, hängt von Land, Produkt und steuerlicher Situation ab.

Gegeben: Stückkosten 18 €, Zielmarge 40 %, Umsatzsteuer 19 %.

Berechnung: Nettopreis = 18 € ÷ (1 − 0,40) = 30 €. Bruttopreis = 30 € × 1,19 = 35,70 €. Gewinnspanne netto = 30 € − 18 € = 12 €.

Ergebnis: Ein Bruttopreis von 35,70 € entspricht unter diesen Annahmen einer Netto-Marge von 40 %.

Warum ist eine Marge von 40 % nicht dasselbe wie 40 % Aufschlag?

Die Marge wird auf den Verkaufspreis bezogen, der Aufschlag auf die Kosten. Bei 18 € Kosten führt eine Marge von 40 % zu 30 € Nettopreis und damit zu 66,67 % Aufschlag.

Kann ich Rabatte einplanen?

Ja, indem Sie entweder höhere effektive Stückkosten ansetzen oder eine Zielmarge wählen, die den erwarteten Rabatt berücksichtigt. Für häufige Aktionen ist eine separate Rabattplanung sinnvoll.

Welche Kosten gehören in die Stückkosten?

Typischerweise Einkauf, Verpackung und andere direkt zurechenbare Kosten. Kosten, die nicht je Stück anfallen, können separat über eine Break-even- oder Vollkostenrechnung betrachtet werden.

Warum darf die Zielmarge nicht 100 % betragen?

Bei 100 % würde der Nenner der Formel null. Ein endlicher Verkaufspreis kann dann die gewünschte Relation nicht erfüllen.

Ist der berechnete Preis automatisch marktgerecht?

Nein. Der Rechner bildet eine Kosten- und Margenlogik ab; Nachfrage, Wettbewerb, psychologische Preispunkte und Markenpositionierung müssen separat beurteilt werden.