- Durchschnittsbestand bestimmen. Tragen Sie den durchschnittlichen wertmäßigen Lagerbestand für den betrachteten Zeitraum ein.
- Wareneinsatz erfassen. Verwenden Sie den Cost of Goods Sold beziehungsweise Wareneinsatz desselben Zeitraums.
- Zeitraumlänge angeben. Für ein Jahr sind typischerweise 365 Tage passend; bei Quartalen oder anderen Perioden geben Sie deren tatsächliche Länge ein.
- Lagerdauer auswerten. Der Rechner zeigt die rechnerischen Bestandstage sowie den Lagerumschlag.
Inventory Days Calculator
Der Inventory Days Calculator berechnet, wie viele Tage der durchschnittliche Lagerbestand gemessen am Wareneinsatz eines Zeitraums rechnerisch bindet. Die Kennzahl wird häufig als Days Inventory Outstanding oder Lagerdauer bezeichnet und hilft dabei, Kapitalbindung und Umschlaggeschwindigkeit im Bestand zu beurteilen.
Für aussagekräftige Ergebnisse sollten durchschnittlicher Lagerbestand und Wareneinsatz denselben Zeitraum und dieselbe Bewertungsbasis verwenden. Saisonale Unternehmen profitieren besonders davon, nicht nur einen Stichtagsbestand, sondern einen möglichst repräsentativen Durchschnittsbestand zu verwenden.
Bestands- und Verbrauchswerte
Bestand und Wareneinsatz sollten wertmäßig auf derselben Kostenbasis erfasst werden.
Was das Ergebnis bedeutet
Das Ergebnis schätzt, wie viele Tage der durchschnittliche Bestand gemessen am Verbrauch des gewählten Zeitraums entspricht.
Eine niedrigere oder höhere Lagerdauer ist nicht pauschal besser; Sortiment, Lieferzeiten, Saison und Servicelevel müssen mitbetrachtet werden.
Gegeben: durchschnittlicher Lagerbestand 180.000 €, Wareneinsatz 1.200.000 € und 365 Tage.
Berechnung: Inventory Days = 180.000 / 1.200.000 × 365 = 54,75 Tage. Lagerumschlag = 1.200.000 / 180.000 = 6,67.
Ergebnis: Der durchschnittliche Bestand entspricht rund 54,75 Tagen Wareneinsatz.
Soll ich den Endbestand oder einen Durchschnittsbestand verwenden?
Für die Kennzahl ist ein durchschnittlicher Lagerbestand meist aussagekräftiger, weil ein einzelner Stichtag saisonal verzerrt sein kann.
Kann ich statt 365 auch 360 Tage verwenden?
Ja, wenn Ihre interne Finanzlogik mit einem 360-Tage-Jahr arbeitet. Wichtig ist, die gewählte Konvention bei Vergleichen beizubehalten.
Was passiert bei sehr niedrigem Wareneinsatz?
Dann steigen die berechneten Inventory Days stark an. Prüfen Sie, ob Zeitraum, Bestand und Wareneinsatz wirklich zueinander gehören.
Ist ein niedriger Wert immer gut?
Nein. Sehr niedrige Bestandstage können auch auf knappe Sicherheitsbestände und ein höheres Fehlbestandsrisiko hinweisen.
Wie unterscheidet sich Inventory Days vom Lagerumschlag?
Beide Kennzahlen beschreiben dieselbe Bestandsdynamik aus unterschiedlicher Perspektive: Inventory Days in Tagen, Lagerumschlag als Anzahl rechnerischer Umschläge im Zeitraum.