Service Pricing Calculator

Der Service Pricing Calculator berechnet einen erforderlichen Verkaufspreis pro Stunde aus direkten Kosten, Gemeinkostenzuschlag und gewünschter Gewinnmarge. Er richtet sich an Freelancer, Agenturen und Dienstleistungsbetriebe, die nicht nur Lohnkosten, sondern auch Overhead und Zielprofitabilität in ihrer Preisgestaltung abbilden möchten. Das Ergebnis ist ein Netto-orientierter Kalkulationspreis vor Steuern oder sonstigen kundenspezifischen Zuschlägen und eignet sich gut als Ausgangspunkt für Angebots- und Szenariorechnungen.

Eingaben

%
%
Ergebnis
Empfohlener Netto-Stundensatz
Vollkosten vor Gewinn
Gewinnanteil pro Stunde
Aufschlag auf Direktkosten

1. Direkte Kosten bestimmen. Erfassen Sie den stündlichen Aufwand, der unmittelbar mit der Leistung verbunden ist.

2. Gemeinkosten ergänzen. Nutzen Sie einen Zuschlag für Miete, Software, Verwaltung, Vertrieb oder nicht fakturierbare Zeit.

3. Zielmarge eingeben. Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis, nicht auf die Kosten.

4. Preis prüfen. Der Rechner zeigt den nötigen Stundensatz und die Zusammensetzung.

Vollkosten = direkte Kosten × (1 + Gemeinkostenquote) Preis = Vollkosten ÷ (1 − Zielmarge)

Prozentwerte werden als Dezimalzahlen eingesetzt. Eine Marge von 25 % entspricht 0,25.

Was das Ergebnis bedeutet

Der berechnete Stundensatz deckt die angesetzten Vollkosten und lässt bei Erreichen des Preises die gewünschte Umsatzmarge zu.

Marktnachfrage, Auslastung, Projektrisiko, Steuern und Rabatte können einen anderen tatsächlichen Angebotspreis erforderlich machen.

Gegeben: 45 € direkte Kosten, 35 % Gemeinkostenzuschlag und 25 % Zielmarge.

Berechnung: Vollkosten = 45 € × 1,35 = 60,75 €. Preis = 60,75 € ÷ 0,75 = 81,00 €.

Ergebnis: Der kalkulatorische Netto-Stundensatz beträgt 81,00 €.

Interpretation: Davon decken 60,75 € die angesetzten Kosten; 20,25 € entsprechen 25 % des Verkaufspreises.

Warum wird die Marge durch 1 minus Marge berechnet?

Weil sich die Zielmarge auf den Verkaufspreis bezieht. Ein bloßer Aufschlag auf Kosten würde bei derselben Prozentzahl eine niedrigere Umsatzmarge ergeben.

Welche Kosten gehören in den Gemeinkostenzuschlag?

Typisch sind nicht direkt abrechenbare Kosten wie Verwaltung, Büro, Software, Vertrieb oder interne Koordination.

Sollte Umsatzsteuer enthalten sein?

Für eine interne Preis- und Margenkalkulation wird häufig netto gerechnet. Die steuerliche Behandlung hängt vom konkreten Geschäft ab.

Was passiert bei sehr hoher Zielmarge?

Je näher die Marge an 100 % liegt, desto stärker steigt der erforderliche Preis. 100 % ist mathematisch nicht möglich, weil der Nenner null würde.

Kann ich statt Stunden auch Tage kalkulieren?

Ja, wenn direkte Kosten und resultierender Preis konsequent auf dieselbe Zeiteinheit bezogen werden.