Cart Abandonment Calculator

Der Warenkorbabbruch-Rechner misst, welcher Anteil gestarteter Warenkörbe nicht in einem abgeschlossenen Kauf endet. Damit lässt sich der Checkout-Funnel über einen klar definierten Zeitraum beobachten und zwischen Shops oder Zeiträumen vergleichen.

Die Kennzahl ist besonders nützlich, wenn Sie Änderungen an Versandkosten, Zahlungsarten, Checkout-Schritten oder mobilen Abläufen bewerten. Sie zeigt allerdings nur, wo Nutzer aussteigen – nicht automatisch, warum sie den Kauf abbrechen.

Warenkorb-Funnel

Ergebnis
Warenkorbabbruchrate
Abgebrochene Warenkörbe
Abschlussrate
Abgeschlossene Käufe

1. Zeitraum festlegen

Vergleichen Sie nur Warenkörbe und Käufe aus demselben Messzeitraum.

2. Gestartete Warenkörbe erfassen

Tragen Sie die Zahl der Sessions oder Nutzer ein, die nach Ihrer Analytics-Definition einen Warenkorb gestartet haben.

3. Käufe erfassen

Geben Sie die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Bestellungen aus demselben Funnel ein.

4. Abbruchrate interpretieren

Der Rechner zieht Käufe von Warenkörben ab und setzt die Abbrüche ins Verhältnis zu allen gestarteten Warenkörben.

Abgebrochene Warenkörbe = Gestartete Warenkörbe − Abgeschlossene Käufe Abbruchrate (%) = Abgebrochene Warenkörbe ÷ Gestartete Warenkörbe × 100 Abschlussrate (%) = Abgeschlossene Käufe ÷ Gestartete Warenkörbe × 100

Die Messdefinition muss in beiden Eingaben konsistent sein. Unterschiedliche Tracking-Logiken können die Rate deutlich verändern.

Was das Ergebnis bedeutet

Eine Abbruchrate von 67,2 % bedeutet, dass rund zwei Drittel der gestarteten Warenkörbe im betrachteten Zeitraum nicht zu einem abgeschlossenen Kauf geführt haben.

Eine Veränderung der Rate sollte zusammen mit Traffic-Quelle, Gerät, Warenkorbwert und Checkout-Änderungen analysiert werden.

Gegeben: 1.250 gestartete Warenkörbe und 410 abgeschlossene Käufe.

Berechnung: 1.250 − 410 = 840 Abbrüche. 840 ÷ 1.250 × 100 = 67,2 %.

Ergebnis: Die Warenkorbabbruchrate beträgt 67,2 %, die Abschlussrate 32,8 %.

Was zählt als gestarteter Warenkorb?

Das hängt von Ihrer Analytics-Definition ab, zum Beispiel „Produkt in den Warenkorb gelegt“ oder „Checkout gestartet“. Wichtig ist, dieselbe Definition über alle Vergleiche beizubehalten.

Kann die Zahl der Käufe höher als die Zahl der Warenkörbe sein?

Innerhalb eines sauber definierten Funnels sollte das nicht vorkommen. In diesem Fall prüfen Sie Zeiträume, Event-Deduplizierung und Tracking-Definitionen.

Ist eine hohe Abbruchrate automatisch schlecht?

Nicht zwingend. Preise, Rechercheverhalten, saisonale Aktionen und Traffic-Qualität beeinflussen den Wert. Entscheidend ist die Entwicklung im eigenen Shop und in vergleichbaren Segmenten.

Wie unterscheidet sich die Abbruchrate von der Conversion Rate?

Die Warenkorbabbruchrate betrachtet nur Nutzer, die bereits einen Warenkorb gestartet haben. Eine allgemeine Conversion Rate setzt Käufe meist zu allen Besuchen oder Nutzern ins Verhältnis.

Welche Segmente sollte ich getrennt prüfen?

Gerät, Traffic-Quelle, Land, Neu- versus Bestandskunden und Warenkorbwert sind häufig aufschlussreich. Dadurch werden Ursachen sichtbar, die in einer Gesamtrate verborgen bleiben.