Freelancer Hourly Rate Estimator

Dieser Rechner schätzt einen nachhaltigen Freelancer-Stundensatz aus gewünschtem Jahreseinkommen, jährlichen Betriebskosten, abrechenbaren Stunden und einem Reserveaufschlag. Er eignet sich für Selbstständige, die nicht nur Arbeitszeit, sondern auch unbezahlte Zeiten, Software, Versicherungen, Akquise und Rücklagen in ihrer Preisfindung berücksichtigen möchten. Der ausgegebene Satz ist eine Planungsgröße: Je realistischer die abrechenbaren Stunden und Kosten angesetzt werden, desto belastbarer ist die Kalkulation.

Eingaben

Std.
%
Ergebnis
Empfohlener Stundensatz
Basisbedarf
Basis-Stundensatz
Reservebetrag

1. Jahresziel festlegen
Tragen Sie das gewünschte persönliche Jahreseinkommen vor Steuern ein.

2. Betriebskosten ergänzen
Berücksichtigen Sie laufende Kosten wie Software, Büro, Versicherungen, Buchhaltung und Marketing.

3. Abrechenbare Stunden schätzen
Verwenden Sie nur Stunden, die voraussichtlich Kunden berechnet werden können; Akquise, Verwaltung und Urlaub gehören meist nicht dazu.

4. Reserve definieren
Mit dem Aufschlag lassen sich Gewinnziel, Ausfallrisiko oder zusätzliche Rücklagen abbilden.

5. Ergebnis prüfen
Vergleichen Sie den berechneten Satz mit Marktpositionierung, Projektumfang und tatsächlicher Auslastung.

Stundensatz = ((Jahreseinkommen + Betriebskosten) / abrechenbare Jahresstunden) × (1 + Reserve / 100)

Was das Ergebnis bedeutet

Der Wert zeigt den rechnerischen Mindest-Stundensatz inklusive des gewählten Aufschlags. Er ist keine Marktpreisgarantie, sondern eine interne Preisuntergrenze für Ihre Planung.

Die Berechnung dient der Preisplanung und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Unternehmensberatung.

Gegeben: 60.000 € Jahreseinkommen, 18.000 € Kosten, 1.200 abrechenbare Stunden und 15 % Reserve.

Berechnung: (60.000 € + 18.000 €) / 1.200 = 65,00 €; 65,00 € × 1,15 = 74,75 €.

Ergebnis: Der geplante Stundensatz beträgt rund 74,75 €.

Warum sind abrechenbare Stunden wichtiger als die Gesamtarbeitszeit?

Nur abrechenbare Stunden erzeugen direkt Honorar. Wenn Sie alle Arbeitsstunden einsetzen, wird der notwendige Satz meist unterschätzt.

Soll ich Steuern in die Betriebskosten eintragen?

In diesem Modell steht das gewünschte Jahreseinkommen vor persönlichen Steuern. Unternehmensbezogene Kosten gehören in die Betriebskosten; persönliche Steuerlast planen Sie separat.

Wie gehe ich mit schwankender Auslastung um?

Setzen Sie die abrechenbaren Stunden konservativ an oder nutzen Sie einen höheren Reserveaufschlag. So bleibt der Satz auch bei Leerlauf realistischer.

Ist ein höherer Stundensatz automatisch besser?

Nein. Ein höherer Satz kann notwendig sein, muss aber zur Positionierung, zum Kundennutzen und zum Markt passen.

Kann ich daraus einen Tagessatz ableiten?

Ja. Multiplizieren Sie den Stundensatz mit Ihren üblichen abrechenbaren Stunden pro Tag, zum Beispiel 8 Stunden.