Marginal Tax Rate Estimator

Der Marginal Tax Rate Estimator schätzt für den deutschen Einkommensteuertarif 2026, wie stark ein kleiner zusätzlicher Betrag des zu versteuernden Einkommens mit Einkommensteuer belastet wird. Der Grenzsteuersatz beantwortet damit eine andere Frage als die effektive Steuerquote: Er betrachtet nicht die durchschnittliche Belastung des gesamten Einkommens, sondern die zusätzliche Steuer auf den nächsten Einkommensschritt.

Der Rechner verwendet den Tarif nach § 32a EStG für 2026 und berechnet die Mehrsteuer auf einen frei wählbaren Zusatzbetrag. Bei Zusammenveranlagung wird die Splittingmethode vereinfacht angewendet. Sondertarife, Progressionsvorbehalt, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und individuelle Steuerermäßigungen sind nicht enthalten. Besonders in der Nähe von Tarifgrenzen kann der gewählte Zusatzbetrag das Ergebnis beeinflussen; ein kleiner Betrag liefert eine lokalere Näherung.

Eingaben

Ergebnis
Geschätzter Grenzsteuersatz
Steuer vorher
Steuer nach Zusatzbetrag
Zusätzliche Steuer
Zusatzbetrag nach Steuer

1. Aktuelles zu versteuerndes Einkommen eingeben

Setzen Sie den Ausgangswert für das Jahr 2026 ein.

2. Zusatzbetrag bestimmen

Für eine lokale Grenzbetrachtung eignet sich ein kleiner positiver Betrag, beispielsweise 100 €.

3. Veranlagung wählen

Wählen Sie Einzelveranlagung oder die vereinfachte Splittingrechnung.

4. Mehrsteuer ablesen

Der Rechner vergleicht die Tarifsteuer vor und nach dem Zusatzbetrag.

5. Grenzquote interpretieren

Die Mehrsteuer geteilt durch den Zusatzbetrag ergibt den geschätzten Grenzsteuersatz für diesen Schritt.

Grenzsteuersatz ≈ [Steuer(zvE + Δ) − Steuer(zvE)] / Δ × 100

Δ ist der frei gewählte zusätzliche Einkommensbetrag. Das Verfahren bildet den Tarif stückweise ab und ist besonders praktisch, wenn keine symbolische Ableitung verwendet werden soll.

Was das Ergebnis bedeutet

Das Ergebnis ist eine nachvollziehbare Schätzung auf Basis der eingegebenen Werte und der beschriebenen Rechenmethode.

Steuerliche Einzelfälle können zusätzliche Regeln, Freibeträge, Anrechnungen oder abweichende Bemessungsgrundlagen erfordern.

Gegeben: 60.000 € zu versteuerndes Einkommen, Einzelveranlagung und 100 € Zusatzbetrag.

Berechnung: Der Rechner bestimmt die Tarifsteuer bei 60.000 € und bei 60.100 €. Die Differenz wird durch 100 € geteilt.

Ergebnis: Die so ermittelte Quote zeigt näherungsweise, welcher Anteil dieses zusätzlichen Einkommens als Einkommensteuer anfällt.

Warum ist der Grenzsteuersatz höher als meine effektive Steuerquote?

Im progressiven Einkommensteuertarif werden frühere Einkommensteile niedriger besteuert. Die Durchschnittsquote berücksichtigt alle Teile, der Grenzsteuersatz nur den zusätzlichen Schritt.

Welchen Zusatzbetrag sollte ich wählen?

Ein kleiner Betrag wie 100 € liefert meist eine gute lokale Näherung. Sehr große Zusatzbeträge können mehrere Tarifbereiche überqueren und ergeben eher eine durchschnittliche Mehrbelastung.

Ist der Spitzensteuersatz automatisch mein Grenzsteuersatz?

Nein. Er gilt nur in den entsprechenden Tarifbereichen. Der Rechner ordnet Ihr eingegebenes zu versteuerndes Einkommen im Tarif 2026 ein.

Berücksichtigt das Ergebnis Sozialabgaben?

Nein. Es handelt sich ausschließlich um eine Schätzung der tariflichen Einkommensteuer.

Kann ich den Rechner für ein anderes Steuerjahr verwenden?

Die hinterlegte Tarifformel ist auf 2026 ausgelegt. Für andere Jahre sollten die Tarifgrenzen und Koeffizienten angepasst werden.