Startup Valuation Estimator

Der Startup-Bewertungsrechner liefert eine einfache, nachvollziehbare Schätzung des Eigenkapitalwerts auf Basis eines Umsatzmultiples. Er ist für frühe Szenarioanalysen gedacht, wenn eine detaillierte DCF- oder Transaktionsbewertung noch nicht sinnvoll oder nicht verfügbar ist.

Zuerst wird aus Jahresumsatz und Multiple ein indikativ abgeleiteter Unternehmenswert berechnet. Anschließend werden liquide Mittel addiert und verzinsliche Schulden abgezogen. Die Ausgabe ist keine formelle Unternehmensbewertung: Marktumfeld, Wachstum, Margen, Kundenkonzentration, Liquidationspräferenzen und konkrete Finanzierungsbedingungen können den tatsächlich verhandelten Preis wesentlich verändern.

Eingaben

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Ergebnis
Ergebnis
Indikativer Unternehmenswert
Netto-Cash / -Schulden
Verwendetes Multiple

1. Umsatzbasis bestimmen

Geben Sie den Jahresumsatz oder ARR ein, der zur gewählten Multiple-Logik passt.

2. Multiple ansetzen

Tragen Sie das für Ihr Szenario angenommene Umsatzmultiple ein.

3. Cash und Schulden ergänzen

Erfassen Sie liquide Mittel und verzinsliche Schulden, wenn Sie vom Unternehmenswert zum Eigenkapitalwert überleiten möchten.

4. Bandbreite testen

Variieren Sie vor allem das Multiple, um die Sensitivität der Schätzung zu sehen.

Formel:

Unternehmenswert = Jahresumsatz × Umsatzmultiple Eigenkapitalwert = Unternehmenswert + liquide Mittel − verzinsliche Schulden

Dabei gilt:

  • Jahresumsatz: Umsatz- oder ARR-Basis in €
  • Umsatzmultiple: angenommener Bewertungsfaktor
  • Liquide Mittel: verfügbare Zahlungsmittel in €
  • Verzinsliche Schulden: finanzielle Verbindlichkeiten in €

Annahmen: Das Modell behandelt das Umsatzmultiple als externe Annahme und ignoriert weitere Bewertungsfaktoren wie Profitabilität, Wachstum, Präferenzen oder Minderheitsabschläge.

Was das Ergebnis bedeutet

Der Hauptwert ist eine indikative Equity-Bewertung nach Berücksichtigung von Cash und verzinslichen Schulden.

Für Verhandlungen sollte das verwendete Multiple begründet und mit mehreren Szenarien getestet werden. Das Ergebnis ist keine Investment-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Gegeben:

  • Jahresumsatz: 2.000.000 €
  • Umsatzmultiple: 5,5×
  • Liquide Mittel: 600.000 €
  • Schulden: 250.000 €

Berechnung:
Unternehmenswert = 2.000.000 × 5,5 = 11.000.000 €
Eigenkapitalwert = 11.000.000 + 600.000 − 250.000 = 11.350.000 €

Ergebnis: 11.350.000 € geschätzter Eigenkapitalwert

Interpretation: Das Beispiel übersetzt ein Umsatzmultiple in einen groben Equity-Wert. Eine Änderung des Multiples um nur 1,0× würde den Wert bereits um 2 Mio. € verschieben.

Welche Umsatzgröße sollte ich verwenden?

Verwenden Sie die Kennzahl, auf die sich Ihr angenommenes Multiple bezieht. Bei SaaS kann das ARR sein; bei anderen Geschäftsmodellen eher der erwartete oder historische Jahresumsatz.

Woher kommt das Umsatzmultiple?

Das Multiple ist eine Annahme und sollte aus passenden Markt-, Finanzierungs- oder Transaktionsvergleichen abgeleitet werden. Ein pauschaler Faktor ist für Startups nicht verlässlich.

Warum werden Cash und Schulden separat berücksichtigt?

Umsatzmultiples werden häufig als Näherung für einen Unternehmenswert vor Nettofinanzposition interpretiert. Cash erhöht und Schulden reduzieren in dieser vereinfachten Überleitung den geschätzten Eigenkapitalwert.

Kann der Eigenkapitalwert negativ werden?

Ja, wenn Schulden den abgeleiteten Unternehmenswert plus Cash übersteigen. Ein negativer rechnerischer Wert zeigt vor allem, dass das vereinfachte Multiple-Modell für diese Situation genauer geprüft werden sollte.

Ist das Ergebnis mit einer Pre-Money-Bewertung identisch?

Nicht zwingend. Eine Finanzierungsrunde kann eine verhandelte Pre-Money-Bewertung verwenden, die von einer Multiple-Schätzung abweicht und weitere Rechte oder Bedingungen berücksichtigt.